Die Methode

Den eigenen roten Faden wiederfinden

Begleitung in Lebensübergängen, Zeiten innerer Orientierungslosigkeit und persönlichen Umbrüchen.

Durch Gestalttherapie, biografische Arbeit, Sprache, Mythen, moderne Kunst und eigenem freien Gestalten entsteht ein Raum, in dem verschüttete innere Klarheit wieder sichtbar werden kann.

Ruhig. Tief. Einfühlsam. Lösungsorientiert.
— wie eine persönliche archäologische Arbeit hin zu mehr Lebendigkeit, Orientierung und Vertrauen in den eigenen Weg.

Die Methode

Es gibt Zeiten im Leben, in denen der innere rote Faden aus dem Blick gerät. Man bewegt sich weiter durch den Alltag, trifft Entscheidungen, erfüllt Aufgaben — und spürt doch, dass etwas nicht mehr mit dem eigenen Inneren verbunden ist.

Die Gedanken kreisen. Die Kraft nimmt ab. Der nächste Schritt bleibt unscharf. Oft geschieht dies an Übergängen:

  • wenn Beziehungen enden,
  • wenn ein neuer Lebensabschnitt beginnt,
  • wenn berufliche Wege sich verändern,
  • wenn Verlust, Erschöpfung oder innere Leere den bisherigen Weg infrage stellen.

Ich glaube, dass in solchen Momenten nicht etwas Neues erschaffen werden muss. Vielmehr geht es darum, etwas Wiederzufinden. Etwas, das bereits da war: eine innere Richtung, eine lebendige Spur, ein eigenes Wissen über sich selbst. Den roten Faden.

Meine Arbeit verstehe ich als eine behutsame gleichsam archäologische Annäherung an diesen verlorenen Faden. Gemeinsam legen wir Schicht um Schicht frei.

Ich arbeite auf Grundlage der Gestalttherapie und nutze dabei unter anderem:

  • Kontaktarbeit – das bewusste Wahrnehmen und Gestalten von Beziehung zu sich selbst und anderen.
  • Die Etymologie von Begriffen – das Erforschen der ursprünglichen Bedeutung von Worten und ihrer tieferen Zusammenhänge.
  • Die Interpretation von Mythologien und Kunstwerken – als Zugänge zu inneren Bildern, Lebensthemen und persönlichen Erfahrungen.
  • Reflexion und Vertiefung durch kreatives Gestalten – etwa durch Schreiben, Malen oder andere schöpferische Ausdrucksformen.
  • Das Aufspüren von Wahrnehmungen im Körper – um Gefühle, Bedürfnisse und innere Prozesse bewusster wahrnehmen zu können.

In meiner Begleitung geht es nicht um Selbstoptimierung. Es geht darum, wieder in Kontakt zu kommen: mit der eigenen Wahrnehmung, der eigenen Wahrheit, dem eigenen inneren Rhythmus.

Ich halte dabei einen Raum, in dem Entwicklung ohne Druck geschehen darf — mit Geduld, mit Aufmerksamkeit, mit Tiefe und mit Vertrauen in den Prozess. 

Am Ende steht nicht die perfekte Antwort. Sondern das Gefühl, sich selbst wieder näher gekommen zu sein. Und den eigenen roten Faden wieder bewusst in den Händen zu halten — als Orientierung für die nächsten Schritte ins Leben.

Zertifizierung zur Gestalttherapeutin (GSK)

Mit der Gestalttherapie kam ich erstmals 2016 in Kontakt, als ich mich für einen einwöchigen Workshop zum Thema „Inneres Kind“ in der Werkstatt Nord in Bordesholm anmeldete. Schon in diesen ersten Tagen spürte ich, dass mich dieser Ansatz tief berührte. Es „funkte“, könnte man sagen. Die Haltung, die Menschen nicht als defizitär betrachtet, sondern ihre Entwicklungsmöglichkeiten und ihre Fähigkeit zur Selbstregulation in den Mittelpunkt stellt, entsprach meinem eigenen Menschenbild.

So entschloss ich mich, von 2017 bis 2019 die dreijährige Ausbildung zur Gestalttherapeutin bei Bert  Reissner und Marie Plag in der Werkstatt Nord zu absolvieren. Die Ausbildungszeit war für mich eine intensive Phase des Lernens, der Selbsterfahrung und der persönlichen Entwicklung. In den darauffolgenden Jahren vertiefte ich meine Kenntnisse durch Lehrtherapien, Supervisionen und kontinuierliche Weiterbildung. Den Abschluss meiner Ausbildung bildete eine Arbeit über den Kontaktzyklus – ein zentrales Konzept der Gestalttherapie, das beschreibt, wie Menschen in Kontakt mit sich selbst, mit anderen und mit ihrer Umwelt treten.

Die Gestalttherapie, die von Fritz und Lore Perls entwickelt wurde, gehört zu den humanistischen Psychologierichtungen, die sich in den 1930er-Jahren als eigenständiger Ansatz von der klassischen Psychoanalyse abgrenzten. Im Mittelpunkt steht die Überzeugung, dass Wachstum und Veränderung dort entstehen, wo Menschen sich selbst und anderen bewusst begegnen.

Ein zentraler Gedanke der Gestalttherapie ist, dass Leben und Entwicklung an der Kontaktgrenze stattfinden – dort, wo sich das Eigene und das Andere begegnen. Der Philosoph Martin Buber brachte diesen Gedanken mit seinem Satz „Das Ich erfährt sich am Du“ auf den Punkt. Wir erkennen und verstehen uns selbst immer auch in Beziehung zu anderen Menschen.

Die Gestalttherapie richtet ihren Blick auf das, was im gegenwärtigen Moment geschieht. Sie versteht den Menschen als Einheit von Körper, Geist und Seele und bezieht Gefühle, Gedanken, körperliche Empfindungen und Beziehungen gleichermaßen in die therapeutische Arbeit ein. Achtsame Wahrnehmung, Prozessorientierung und die Gestaltung von tragfähigen Beziehungen sind dabei wesentliche Elemente.

Viele Methoden und Werkzeuge der Gestalttherapie haben heute längst Eingang in andere therapeutische und beratende Richtungen gefunden. Was mich bis heute an diesem Ansatz besonders anspricht, ist seine tiefe Wertschätzung für die Einzigartigkeit jedes Menschen und sein Vertrauen darauf, dass Entwicklung dort möglich wird, wo echter Kontakt entsteht – zu sich selbst und zu anderen.

Mein Angebot

Ich begleite Menschen in Übergangsphasen ihres Lebens — ruhig, tiefgehend einfühlsam und lösungsorientiert. Wenn der innere rote Faden verloren gegangen scheint, entsteht oft das Gefühl, festzustecken: Gedanken kreisen, Entscheidungen werden schwer, Motivation und Richtung fehlen.

Wir schaffen in Einzelgesprächen und Workshops gemeinsam einen Raum, in dem neue Klarheit entstehen kann.

Ich arbeite auf der Grundlage der Gestalttherapie und beziehe dabei ein:

  • Kontaktarbeit
  • die Etymologie von Begriffen
  • die Arbeit mit Mythologien und Kunstwerken
  • Reflexion und Vertiefung durch kreatives Gestalten
  • die achtsame Wahrnehmung körperlicher Empfindungen und Signale

Hierbei verbinde ich diese Methoden zu einer persönlichen archäologischen Arbeit: dem behutsamen Freilegen dessen, was im Inneren verschüttet wurde.

Ich begleite Menschen dabei, sich selbst wieder näher zu kommen, eigene Muster bewusster zu erkennen und den nächsten Lebensschritt mit mehr Vertrauen, Orientierung und Lebendigkeit zu gehen.